Häufige Erkältungen, eine Wunde, die einfach nicht abheilen will, brüchige Nägel und ein spürbar nachlassender Geschmackssinn – Zink wird oft unterschätzt, dabei ist es für das Immunsystem, die Wundheilung und viele Enzymfunktionen im Körper unverzichtbar.
In der Praxis sehe ich Zinkmangel häufig bei Menschen, die “einfach ständig irgendwas haben” – mal eine Erkältung, mal eine Hautirritation, mal beides gleichzeitig – ohne dass ihnen ein möglicher gemeinsamer Nenner bewusst ist.
Typische Anzeichen eines Zinkmangels
- Häufige Infekte, insbesondere Erkältungen, die sich hinziehen oder immer wiederkehren
- Schlecht heilende Wunden, auch kleinere Verletzungen brauchen auffällig lange
- Hautveränderungen: trockene, raue Haut, Akne oder Ekzem-ähnliche Reaktionen
- Brüchige Nägel und Haarausfall
- Nachlassender Geschmacks- oder Geruchssinn
- Konzentrationsschwierigkeiten und innere Antriebslosigkeit
Wie bei den meisten Mikronährstoff-Mängeln gilt: Diese Symptome sind unspezifisch und können viele Ursachen haben. Erst der tatsächliche Blutwert gibt Klarheit.
Wer besonders häufig betroffen ist
- Veganer und Vegetarierinnen, da tierische Lebensmittel die besten Zinkquellen sind
- Menschen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Reizdarm, Morbus Crohn), die die Aufnahme beeinträchtigen
- Sportlerinnen und Sportler mit hohem Trainingspensum
- Menschen in stressigen Lebensphasen – Stress erhöht den Zinkverbrauch im Körper
- Ältere Menschen, bei denen die Aufnahmefähigkeit über den Darm nachlässt
Ein Muster, das mir in der Praxis immer wieder auffällt: Jemand kommt wegen wiederkehrender Erkältungen und ist erstaunt, wenn ich frage, ob auch die Haut oder die Nägel in letzter Zeit auffällig waren – oft stellt sich dann heraus, dass beides zusammenhängt und schlicht nie in einen gemeinsamen Kontext gebracht wurde.
Was jetzt sinnvoll ist
Bevor Sie unkontrolliert zu Zinkpräparaten greifen – eine dauerhaft zu hohe Zinkzufuhr kann selbst wieder zu einem Kupfermangel führen –, lohnt sich ein Blick auf Ihren tatsächlichen Wert.
Über die Mikronährstoffanalyse lassen wir Ihren Zinkwert gezielt mitbestimmen. Sie erhalten ein Test-Kit, lassen sich bei Ihrem Hausarzt oder Labor vor Ort Blut abnehmen, und wir besprechen die Ergebnisse gemeinsam in einer Videosprechstunde – mit konkreten, auf Sie abgestimmten nächsten Schritten.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Diagnose.

Ueber den Autor
Roland Straehuber
Heilpraktiker · Naturheilpraxis Straehuber, Dorfen
Roland Straehuber ist staatlich gepruefter Heilpraktiker und behandelt in seiner Naturheilpraxis in Dorfen (Bayern) Menschen mit einem ganzheitlichen Ansatz. Seine Schwerpunkte liegen in der Osteopathie, Faszientherapie, Spagyrik und Dorn-Therapie.
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