Manchmal reicht ein Druck auf eine bestimmte Stelle im Muskel – und der Schmerz zieht in eine ganz andere Körperregion. Solche Punkte nennt man Triggerpunkte. Sie sind eine häufige, oft übersehene Ursache von Schmerzen.
Was sind Triggerpunkte?
Ein Triggerpunkt ist eine lokal verhärtete, überempfindliche Stelle in einem Muskel – ein kleiner, tastbarer Knoten. Das Besondere: Drückt man darauf, schmerzt es nicht nur an dieser Stelle, sondern strahlt häufig in andere Bereiche aus. Ein Triggerpunkt im Nacken kann zum Beispiel Kopfschmerzen auslösen, einer im Gesäß bis ins Bein ziehen.
Die Verbindung zwischen Faszien und Triggerpunkten erkläre ich ausführlich im Faszien-Ratgeber.
Wie Triggerpunkte entstehen
Triggerpunkte entstehen meist durch Überlastung, einseitige Belastung, Fehlhaltung oder Stress. Der Muskel kommt nicht mehr zur Ruhe, einzelne Fasern verkrampfen dauerhaft. Häufig sind auch die umgebenden Faszien beteiligt – sie verkleben mit dem verspannten Muskelareal und verstärken das Problem.
Triggerpunkte selbst behandeln
- Mit den Fingern: Den verhärteten Punkt ertasten und mit sanftem, anhaltendem Druck für 20–30 Sekunden bearbeiten.
- Mit einem Ball: Einen Tennis- oder Faszienball gegen die Wand oder auf den Boden legen und die verspannte Stelle langsam bearbeiten.
- Mit Wärme: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad entspannt die Muskulatur.
Wichtig: Der Druck soll spürbar, aber nie unerträglich sein. Nach der Behandlung den Bereich sanft bewegen und etwas trinken.
Die Grenzen der Selbsthilfe
Selbstbehandlung funktioniert gut bei einzelnen, gut erreichbaren Triggerpunkten. Sie stößt aber an Grenzen, wenn die Punkte tief liegen, sehr hartnäckig sind oder immer wiederkehren. Dann steckt meist ein größeres Muster aus muskulären Verspannungen und Faszienverklebungen dahinter.
Wer professionelle Hilfe sucht, findet in der gezielten Faszientherapie einen wirksamen Ansatz – sie löst nicht nur den Punkt, sondern die ganze Ursachenkette.
Professionelle Behandlung mit faszium-Techniken
In meiner Praxis behandle ich Triggerpunkte mit gezielten manuellen Techniken aus dem faszium-Konzept. Ich löse nicht nur den einzelnen Punkt, sondern arbeite an der ganzen Faszien- und Muskelkette, die ihn verursacht. So wird der Schmerz nicht nur kurzfristig gelindert, sondern an der Ursache angegangen.
Regelmäßiges Faszientraining und Dehnübungen helfen, das Gewebe geschmeidig zu halten und neuen Triggerpunkten vorzubeugen.

Ueber den Autor
Roland Straehuber
Heilpraktiker · Naturheilpraxis Straehuber, Dorfen
Roland Straehuber ist staatlich gepruefter Heilpraktiker und behandelt in seiner Naturheilpraxis in Dorfen (Bayern) Menschen mit einem ganzheitlichen Ansatz. Seine Schwerpunkte liegen in der Osteopathie, Faszientherapie, Spagyrik und Dorn-Therapie.
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