Zentrales Schmerzgedächtnis

Zentrales Schmerzgedächtnis bezeichnet die Fähigkeit des zentralen Nervensystems, Schmerzerfahrungen zu speichern und dadurch die Schmerzwahrnehmung langfristig zu verändern. Bei chronischen Schmerzerkrankungen wie Arthrose kann das Schmerzgedächtnis dazu führen, dass Schmerz auch dann noch wahrgenommen wird, wenn die ursprüngliche Ursache behandelt wurde.

Mechanismus (Zentralsensibilisierung): Durch wiederholte Schmerzreize werden Nervenbahnen im Rückenmark und Gehirn sensibilisiert — sie reagieren stärker auf Schmerzreize und können sogar auf normale Berührungen mit Schmerz antworten (Allodynie).

Bedeutung bei Arthrose: Das erklärt, warum der Schmerz bei manchen Arthrose-Patienten nicht proportional zum radiologischen Befund ist — und warum psychologische Faktoren (Stress, Angst, Depression) die Schmerzwahrnehmung erheblich beeinflussen.

Ganzheitliche Behandlung: Neben der körperlichen Therapie berücksichtigt Heilpraktiker Roland Strähuber psychosoziale Faktoren und empfiehlt bei Bedarf ergänzende Maßnahmen wie Achtsamkeit, Entspannungsverfahren oder psychologische Begleitung.