Der Sympathikus ist ein Teil des vegetativen – also unwillkürlichen – Nervensystems. Er arbeitet ohne unser bewusstes Zutun und steuert Herzschlag, Atmung, Verdauung und Kreislauf. Zusammen mit seinem Gegenspieler, dem Parasympathikus, hält er den Körper in Balance.
Das Gaspedal des Körpers
Der Sympathikus ist für Aktivität, Leistung und Stressreaktionen zuständig. Wird er aktiv, steigt die Herzfrequenz, der Blutdruck erhöht sich, die Muskulatur spannt sich an. Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet. Man nennt das auch die Kampf-oder-Flucht-Reaktion.
Das Ungleichgewicht
Im gesunden Körper wechseln Sympathikus und Parasympathikus rhythmisch ab: Anspannung und Entspannung. Bei Dauerstress ist dieses Gleichgewicht gestört. Der Sympathikus ist chronisch überaktiv – das zeigt sich in Schlafstörungen, Muskelverspannungen, Verdauungsproblemen und innerer Unruhe.
Was ich in der Praxis sehe
Viele meiner Patienten kommen mit einem dauerhaft übererregten Sympathikus. Das ist oft der unsichtbare Kern hinter Burnout, Angststörungen, chronischen Schmerzen und Hormonproblemen. Ich arbeite gezielt daran, das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen – mit manueller Therapie, Spagyrik und Entspannungsverfahren.