Gelenkknorpel (hyaliner Knorpel) ist eine glatte, weißlich-bläuliche Gewebsschicht, die die Knochenenden in einem Gelenk überzieht. Er sorgt für eine reibungsarme Bewegung und verteilt Druckbelastungen gleichmäßig auf den darunterliegenden Knochen.
Besonderheiten des Gelenkknorpels:
- Keine Blutgefäße: Der Gelenkknorpel ist avaskulär — er hat keine eigene Blutversorgung. Nährstoffe erhält er ausschließlich über die Synovialflüssigkeit (Diffusion bei Bewegung)
- Keine Nerven: Knorpel selbst ist schmerzunempfindlich — Schmerzen entstehen erst, wenn der Knochen darunter freigelegt wird
- Begrenzte Regeneration: Knorpelgewebe regeneriert sich sehr langsam und nur begrenzt, da keine Stammzellen über das Blut angeliefert werden können
Knorpelabbau bei Arthrose: Bei Arthrose wird der Gelenkknorpel schrittweise abgebaut — durch mechanische Überlastung, Entzündungsprozesse, Nährstoffmangel und Übersäuerung. Da Knorpel keine Nerven hat, bleibt der Abbau oft lange unbemerkt.
Schutz des Gelenkknorpels: Regelmäßige Bewegung (Nährstoffversorgung), Gewichtsnormalisierung, Omega-3-Fettsäuren, Kollagen und Entsäuerung können den Knorpelabbau verlangsamen.