Autophagie (griech.: “sich selbst essen”) ist ein zellulärer Selbstreinigungsprozess, bei dem beschädigte Zellbestandteile, fehlgefaltete Proteine und Zellorganellen abgebaut und recycelt werden. Der Prozess wurde 2016 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet (Yoshinori Ohsumi).
Auslöser der Autophagie: Nahrungskarenz (Fasten), Kalorienrestriktion, Sport, Nährstoffmangel (besonders Aminosäuremangel). Insulin hemmt die Autophagie — weshalb Intervallfasten (mit niedrigem Insulinspiegel) die Autophagie besonders effektiv stimuliert.
Bedeutung bei Arthrose: Autophagie spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung gesunder Knorpelzellen (Chondrozyten). Studien zeigen, dass eine gestörte Autophagie in Chondrozyten zur Arthrose-Entstehung beitragen kann. Intervallfasten kann die Autophagie stimulieren und damit den Knorpelstoffwechsel unterstützen.
In der Naturheilpraxis: Heilpraktiker Roland Strähuber empfiehlt Intervallfasten (16:8-Methode) als Teil der Arthrose-Therapie — auch wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung und der Stimulation der Autophagie.