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Faszientherapie bei Arthrose: Wenn das Gewebe spricht

Faszientherapie: Wenn das Gewebe spricht

Faszientherapie ist fester Bestandteil meiner Arthrose-Behandlung. Nicht weil sie trendy ist — sondern weil ich mit meinen Händen täglich erlebe, was sie leistet. Wenn ich an einem Arthrose-Patienten arbeite, spüre ich sofort: Das Gewebe erzählt eine Geschichte. Und diese Geschichte ist selten nur die Geschichte eines schmerzenden Gelenks.

Faszien sind das Bindegewebsnetz, das den gesamten Körper durchzieht und alle Strukturen verbindet — Muskeln, Organe, Gelenke, Nerven. Neuere Forschungen zeigen, dass Faszien nicht nur passive Hüllen sind, sondern aktiv an der Schmerzwahrnehmung und Bewegungskoordination beteiligt sind.

Was ich im Fasziengewebe finde

Fast immer finde ich bei Arthrose-Patienten dasselbe: Verklebungen, Verhärtungen und ein Gewebe, das sich übersäuert anfühlt. Es fehlt die Geschmeidigkeit, die Gleitfähigkeit, die federnde Lebendigkeit, die gesundes Bindegewebe hat. Und fast immer liegt der Ursprung nicht genau dort, wo der Schmerz ist. Das ist das Überraschende — und das Wichtige — an der Faszienarbeit: Die Ursache sitzt woanders im Netz. Das Gelenk schmerzt, aber das Gewebe, das das Gelenk unter Spannung hält, liegt oft weit entfernt. Ich arbeite deshalb nie nur lokal. Ich folge den Ketten — und gehe dahin, wo das Gewebe wirklich zieht.

Was Patienten nach der ersten Sitzung merken

Das Erste, was Patienten nach der Faszientherapie beschreiben, ist nicht weniger Schmerz — es ist mehr Lockerheit und Freiheit in den Muskeln. Weniger Ziehen, weniger Zerren. Und damit: Entlastung. Wenn die Muskeln nicht mehr so stark an den Gelenken ziehen, verändert sich die Belastungsverteilung. Das Gelenk trägt anders — gleichmäßiger, freier. Erst dann, in einem zweiten Schritt, nimmt auch der Schmerz ab.

Wie oft und wie lange

Das ist sehr individuell. Als Orientierung: Ich arbeite typischerweise zwischen drei und zehn Sitzungen mit einem Arthrose-Patienten — je nach Stadium, Geschichte und wie der Körper antwortet. Manche brauchen weniger, manche mehr. Ich richte mich nach dem, was der Körper zeigt — nicht nach einem festen Schema.

Häufige Fragen zur Faszientherapie bei Arthrose

Tut Faszientherapie weh?
Sie kann intensiv sein — ein tiefes Druckgefühl ist normal. Starker Schmerz sollte nicht sein. Ich passe den Druck immer an das an, was der Patient gut verträgt.

Kann ich Faszientherapie selbst zuhause machen?
Mit einer Faszienrolle kann man an der Oberfläche arbeiten. Die tiefere Arbeit mit Verklebungen und Läsionen braucht geschulte Hände.

Wird Faszientherapie von der Krankenkasse erstattet?
In der Regel nicht als eigenständige Leistung beim Heilpraktiker.

Faszientherapie ist ein fester Bestandteil meiner Arthrose-Behandlung in Dorfen.

Komm vorbei — ich schau mir an, was dein Gewebe erzählt.

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Quellen & weiterführende Literatur

  1. Schleip R. et al. (2012): Fascia: The Tensional Network of the Human Body. Elsevier, doi:10.1016/B978-0-7020-3425-1.00001-2
  2. Langevin H.M. (2021): Reconnecting the brain with the rest of the body in musculoskeletal pain research. J Pain, doi:10.1016/j.jpain.2020.08.008
  3. Stecco C. et al. (2013): Hyaluronan within fascia in the etiology of myofascial pain. Eur Spine J, doi:10.1007/s00586-013-2941-0
  4. Fascia Research Society (2022): Fascia and osteoarthritis. fasciaresearchsociety.org

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker.

Roland Straehuber Heilpraktiker Dorfen

Ueber den Autor

Roland Straehuber

Heilpraktiker · Naturheilpraxis Straehuber, Dorfen

Roland Straehuber ist staatlich gepruefter Heilpraktiker und behandelt in seiner Naturheilpraxis in Dorfen (Bayern) Menschen mit einem ganzheitlichen Ansatz. Seine Schwerpunkte liegen in der Osteopathie, Faszientherapie, Spagyrik und Dorn-Therapie.

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