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Arthrose und Bewegung: Nicht welche Übung — sondern dass du dich bewegst

Bewegung, die Freude macht, ist die einzige, die bleibt

In meiner Praxis sehe ich Patienten, die walken, die Yoga machen, die Pilates machen, die Hula-Hoop schwingen — und alle profitieren davon. Es ist völlig egal, welche Bewegungsform du wählst.

Was zählt, ist, dass die Bewegung da ist. Und dass sie dir Freude macht.

Denn nur was Freude macht, bleibt. Wer sich mit gequältem Gesicht durch ein Übungsprogramm kämpft, das ihm jemand verordnet hat, hört nach drei Wochen auf. Das erlebe ich immer wieder.

Deshalb frage ich meine Patienten zuerst: Was magst du? Was hast du früher gemacht und geliebt? Gibt es etwas, das du schon immer mal ausprobieren wolltest?

Warum Bewegung bei Arthrose so entscheidend ist

Der Knorpel in deinen Gelenken hat keine eigene Blutversorgung. Er bekommt seine Nährstoffe über die Gelenkflüssigkeit — und diese Flüssigkeit wird nur dann produziert und verteilt, wenn du dich bewegst.

Bewegung schmiert die Gelenke wieder. Das ist keine Metapher — das ist Physiologie.

Wer sich schont, schadet seinem Knorpel. Wer sich bewegt, ernährt ihn. Und wer sich nicht bewegt, fördert die stille Entzündung bei Arthrose.

Was ich Patienten sage, die Angst vor Bewegung haben

Fast jeder zweite Patient, der zu mir kommt, hat Bewegungsangst. Er hat Schmerzen erlebt, hat aufgehört sich zu bewegen — und dann ist es schlimmer geworden.

Meine Antwort darauf: Der Schmerz ist ein Warnsignal, das sein darf. Auch hier gilt — es ist in Ordnung, wieder klein anzufangen.

Und ich lasse dich dabei nicht allein. In der Praxis sorgen wir mit Osteopathie, Faszientherapie bei Arthrose, Spagyrik und gezielter Ernährung bei Arthrose dafür, dass die Schmerzen weniger werden und die Beweglichkeit wiederkommt. Beides zusammen — die Behandlung in der Praxis und die Bewegung im Alltag — das ist der Weg.

Die wichtigste Faustregel: Der Körper gibt das Signal — nicht der Kopf

Wenn es darum geht, wann Bewegung zu viel ist, verlassen sich viele auf den Kopf. Der Kopf sagt: „Ich muss noch eine Runde drehen” oder „Ich bin doch nicht so schwach” oder „Heute muss ich durch.”

Das ist das Ego — und das Ego übergeht den natürlichen Impuls aus dem Körper.

Dein Körper weiß, wann genug ist. Er sendet Signale — ein bestimmtes Gefühl in den Gelenken, eine Art inneres Stopp. Das ist kein Versagen, das ist Intelligenz.

Lern dieses Signal zu hören. Nicht den Kopf, der weitermachen will — den Körper, der sagt: jetzt ist gut.

Was du diese Woche tun kannst

Wenn du noch keine Bewegungsform hast, die dir Freude macht — dann ist das deine Aufgabe für diese Woche: eine finden.

Nicht die „richtige”. Nicht die, die dein Arzt empfohlen hat. Sondern deine.

Geh spazieren und schau, ob es sich gut anfühlt. Probier eine Yoga-Stunde aus. Frag jemanden, ob du mitkommst zum Schwimmen. Hol den Hula-Hoop-Reifen raus, der seit Jahren im Keller steht.

Und dann: fang klein an. Zehn Minuten. Mit Freude. Täglich.

Der Rest kommt von selbst.

Häufige Fragen zu Bewegung bei Arthrose

Muss ich bei Arthrose spezielle Übungen machen?
Nein. Was zählt, ist, dass du dich regelmäßig bewegst — mit einer Form, die dir Freude macht. Ob das Walken, Schwimmen, Yoga oder Pilates ist, spielt keine Rolle.

Darf ich mit Arthrose Grad 3 noch Sport machen?
Ja — mit angepasster Intensität. Der Körper gibt dir das Signal, wann genug ist. Sprungbelastungen und sehr intensive Stoßbelastungen solltest du reduzieren. Alles andere: ausprobieren und auf den Körper hören.

Wie oft sollte ich mich bewegen?
Täglich — auch wenn es nur zehn Minuten sind. Kontinuität schlägt Intensität. Der Körper profitiert von regelmäßiger Gelenkbewegung mehr als von gelegentlichen langen Einheiten.

Möchtest du wissen, welche Bewegungsform für deine spezifische Situation am besten passt?

In meiner Praxis in Dorfen schauen wir uns das gemeinsam an. Erstgespräch vereinbaren →

Quellen & weiterführende Literatur:
[1] Fransen M, et al. (2015): Exercise for osteoarthritis of the knee. Cochrane Database Syst Rev. doi:10.1002/14651858.CD004376.pub3
[2] Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC): Leitlinie Gonarthrose. dgooc.de
[3] Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Patienteninformation Arthrose. kbv.de
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.
Roland Straehuber Heilpraktiker Dorfen

Ueber den Autor

Roland Straehuber

Heilpraktiker · Naturheilpraxis Straehuber, Dorfen

Roland Straehuber ist staatlich gepruefter Heilpraktiker und behandelt in seiner Naturheilpraxis in Dorfen (Bayern) Menschen mit einem ganzheitlichen Ansatz. Seine Schwerpunkte liegen in der Osteopathie, Faszientherapie, Spagyrik und Dorn-Therapie.

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